Beim Newcomb-Benford-Law handelt es sich um ein Verfahren der Ziffernanalyse zur Prüfung von Anfangsziffern einer Zahl. Es besagt vereinfacht, dass die Anfangsziffern (1 bis 9) der Zahlen gewissen Regelmäßigkeiten unterliegen müssen. Es gibt mehr Zahlen, die mit einer 1 beginnen als mit einer 2, mehr Zahlen, die mit einer 2 anfangen als mit einer 3, usw. Diese Verteilung wird als Benford-Verteilung bezeichnet.
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Benford_ausgedacht |
Der amerikanische Mathematiker und Astronom Simon Newcomb bemerkte bei der Benutzung von Logarithmentafeln, dass die vorderen Seiten stets stärker abgenutzt waren als die hinteren. Auf Grund der Untersuchung des Phänomens veröffentlichte er bereits im Jahre 1881 im American Journal of Mathematics das „Benfordsche Gesetz“. Allerdings geriet die Entdeckung wieder in Vergessenheit. 1938 bemerkte der amerikanische Physiker Frank Benford ebenfalls die abgegriffenen Seiten der Logarithmentafeln und veröffentlichte das nach ihm benannte Benfordsche Gesetz. Durch Auswertung von tausenden Einzelbeobachtungen bestätigte sich, dass die Anfangsziffer einer Zahl zu 30,1 % eine 1 ist und lediglich zu 4,5 % eine 9. Inzwischen wird das Benfordsche Gesetz (Benfordsche Gesetz bzw. Benford-Law) auch als Newcomb-Benford-Law bezeichnet, um die Verdienste von Simon Newcomb zu würdigen.
Der Amerikaner Mark Nigrini (Professor für Buchhaltungswesen) untersuchte die Anwendbarkeit des Newcomb-Benford-Law auf Finanzbuchhaltungsdaten. Im Ergebnis stellte er fest, dass auch Buchhaltungsdaten dem Benfordschen Gesetz unterliegen. Er entwickelte das Programm „Digital Analyser“ zur Überprüfung von Daten und konnte damit u. a. einen großen Versicherungsbetrug entdecken. Seit dem dient das Newcomb-Benfordsche-Gesetz zur Plausibilitätsprüfung im Buchhaltungswesen. Verstoßen die Daten gegen das Gesetz, liegt ein Hinweis auf Manipulationen vor.





