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Chi-Quadrat-Test

Chi-Quadrat-AnpassungstestBeispiel_Chi_Quadrat_Test

Im Gegensatz zum Newcomb-Benford-Test, der die Anfangsziffern einer Zahl testet, werden beim Chi-Quadrat-Test die hinteren Ziffern überprüft. Die dahinter steckende Logik geht davon aus, dass diese Ziffern der Gleichverteilung unterliegen sollten, was mit diesem Test überprüft wird. Liegt keine Gleichverteilung vor, ist dies ein Indiz für Manipulationen.

Bei 100 Kasseneinnahmen müsste demnach zum Beispiel die erste Ziffer nach dem Komma 10 mal eine 0, 10 mal eine 1, 10 mal eine 2, usw. sein. Sollte sich jemand die täglichen Kasseneinahmen ausdenken, da er weniger Steuern zahlen will, werden diese ausgedachten Zahlen nicht der Gleichverteilung unterliegen, da jeder Mensch Lieblingszahlen (evtl. Geburtstag) hat bzw. Zahlen, die er meidet (evtl. die 0 oder 5). Unbewusst werden die so ausgedachten Zahlen nicht der Gleichverteilung unterliegen, weswegen der Chi-Quadrat-Test auch als Lieblingszahlentest bezeichnet wird.

Der Test wird in der Regel mit der ersten Ziffer vor dem Komma oder den beiden Nachkommaziffern durchgeführt. Sind die letzen Ziffern ausgedacht, so wird unterstellt, dass die gesamten Zahlen unecht sind.

Chi_Quadrat_Anpassungstest_mit_DATEV_ACL_comfortDer Chi-Quadrat-Test wird am häufigsten bei der Überprüfung von Kasseneinnahmen eingesetzt, weshalb man ihn auch als Kassenkiller bezeichnen kann. Ermittelt der Test einen Verstoß gegen die Gleichverteilung, muss dies nicht zwangsläufig eine Manipulation der Kasseneinnahmen bedeuten, sondern kann auch auf andere Ursachen zurückzuführen sein. Auch Fahrtenbücher können mit diesem Test analysiert werden.